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Geschichte von Meiderich

Meidericher Wappen

Meidericher Wappen

Blasonierung: Gespalten durch eine eingebogene gespaltene Spitze; darin vorne eine fünfmalige Teilung in Gold und Schwarz, hinten in Gold geteilt durch einen rot-silbernen Wolkenschnitt; von Silber und Blau; vorne ein schwarzes Zahnrad belegt mit gekreuzten schwarzen Schlägel und schwarzen Hammer, hinten ein goldener Anker. Das Wappen wurde 1895 angenommen Schlägel und Hammer sind die Symbole des Bergbaus. Das Zahnrad versinnbildlicht die Industrie. Der Anker ist Hinweis auf die Schifffahrt. Die vordere Teilung der eingeschweiften Spitze erinnert an die Familie Mylendonk die zwei Balken im Wappen flührten. Der rot-silbeme Wolkenschnitt ist dem Wappen der Familie Stecke entnommen. Beide Familien übten die ihnen vom Landesherrn zugestandene Gerichtsbarkeit in der Herrlichkeit Meiderich aus.Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Meiderich

Geschichte von Meiderich

Landschaftspark

Blick über Meiderich

Geschichte
Der Ortsname geht zurück auf Medriki, was so viel wie „feuchte Gegend“ bedeutet. Erstmalig erwähnt wird die Gegend am Beginn des 10. Jahrhunderts im Güterverzeichnis der Abtei Werden. Mit der Gründung einer Kirche im 13. Jahrhundert wurde die Gegend zu einem Kirchspiel. Neben dem Dorf Meiderich mit der Kirche existierten sieben Bauernschaften: Berchum, Berg, Borkhofen, Dümpten, Lakum, Lösort und Vohwinkel. Der heutige Stadtteil geht also auf einen bäuerlichen zerstreuten Siedlungsraum zurück, der bis zur Industrialisierung erhalten blieb. Mit dem in Folge der Industrialisierung einsetzenden Verschwinden des ländlichen Charakters des Raums kam die Unterteilung in die heutigen Stadtteile Ober- (17.799 Einwohner), Mittel- (17.631 Einwohner) und Untermeiderich (10.253 Einwohner) auf. Seit 2009 wird der Stadtteil zu statistischen Zwecken zusätzlich in die zehn Wohnquartiere Mittelmeiderich-Kern, -Nord und -Stadtpark, Obermeiderich-Hagenshof, -Landschaftspark, -Ost, -Ratingsee und -Schlachthof/Bahnhof-Ost sowie in Untermeiderich-Berg und -Süd eingeteilt.[2]
1808 unter französischer Herrschaft wurde Meiderich mit Ruhrort vereinigt. Selbständige Gemeinde wurde der Ort erst wieder im Jahre 1874. In jener Zeit entstand das Meidericher Rathaus. Es wurde in einer Bombennacht 1943 zerstört. 1894 erhält das größte Dorf in Preußen Stadtrechte.
Im Jahr 1904 beabsichtigte die Stadt Duisburg ihre Rheinwiesen aufzukaufen, um ihre Hafenanlagen zu erweitern. Gegen diesen Plan legte die preußische Regierung Einspruch ein. Sie wollte Mitbesitzerin der Duisburger Häfen werden und verlangte, dass der Hafen auf dem Gebiet der Stadt Meiderich anzulegen und Meiderich zusammen mit Ruhrort nach Duisburg einzugemeinden sei. Um die Eingemeindung zu verhindern, gründete sich 1905 der Meidericher Bürgerverein. Doch die Bemühungen des Vereins waren vergebens.
Am 20. Juli 1905 unterzeichneten Kaiser Wilhelm II. und Reichskanzler Fürst von Bülow die Vereinigungsverträge zwischen der Stadtgemeinde Duisburg und den Stadtgemeinden Ruhrort und Meiderich: Die Stadtgemeinden Ruhrort und Meiderich werden vom 1. Oktober 1905 ab, unter Abtrennung von dem Kreise Ruhrort, der Stadtgemeinde und dem Stadtkreise Duisburg nach Maßgabe der […] Verträge vom 1. und 4. Mai 1905 einverleibt. Meiderich hat damals bereits etwa 41.000 Einwohner. Während der Herrschaft der rheinischen Separatisten in Duisburg im Oktober und November 1923 residierte die reguläre Stadtverwaltung zeitweise im alten Meidericher Rathaus. In der Zeit von 1942 bis 1943 gab es in Meiderich-Ratingsee ein Konzentrationslager, zunächst als Außenlager dem Konzentrationslager Sachsenhausen, später dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt.
Der Stadtteil ist über die Straßenbahnlinie 903 und die Stadtbahnlinie U79 mit Dinslaken, Duisburg und Düsseldorf verbunden. Der U-Bahn-Tunnel der Stadtbahn unterquert Häfen und Ruhr. Daneben besteht die Regionalbahnline 36 nach Ruhrort und Oberhausen, die bereits 1848 von der Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet wurde. Die Verbindung nach Moers wurde 1983 und die Verbindung nach Mülheim-Styrum 1995 eingestellt.

Kunst-Bahnhof in Meiderich
Die Stadt Duisburg verfolgt bei der Weiterentwicklung ihres öffentlichen Verkehrsnetzes in der Sparte der S- und U-Bahnen seit 1986 ein bemerkenswertes Konzept: Das Erscheinungsbild aller Stationen der neuen U-Bahnstrecken wurde von namhaften Künstlern gestaltet. Zu den bereits existierenden U-Bahnhöfen von Gerhard Richter und Isa Genzken wurde im September 2000 eine neue Station von Eberhard Bosslet eingeweiht.
Zwei dominante, geometrische Bildflächen aus Farbe und Glas von jeweils 85 Meter Länge sind die prägenden Elemente des U-Bahnhofs „Auf dem Damm“. Ihre breit flächigen Linien und Bündelungen sind Abstraktionen von Begriffen wie verteilen, sammeln und kanalisieren. Die Struktur dieser Bildwände berücksichtigt den Bahnhof als Handlungsraum der kommenden, wartenden und gehenden Passagiere und unterstützt unterschwellig durch die Farbgebung und die geometrische Ordnung das Verhalten und Orientieren der Benutzer im Raum. Im Eingangsbereich, der Verteilerhalle des U-Bahnhofs befinden sich an den Stirnflächen über den Treppen, wo gewöhnlich leuchtende Werbeflächen ihren Platz haben, ein Großfoto aus der Phase der Bauaktivitäten und ein „Verkehrswegeplan“. Die Grafik „Verkehrswegeplan“ dient jedoch nicht der Orientierung, sondern ist wie die schon beschriebenen Elemente ein eigenwirkliches Bild: Ortsbezeichnungen, Stadtteil- und Straßennamen sind darauf nicht zu finden.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Meiderich